Wissenswertes über die historische Entwicklung des Alten Hafens in Aurich und des dazugehörigen Treckfahrtstiefs. Erst Ende des 18. Jahrhunderts entstand dies als wichtige Wasserstraße nach Emden. Nachdem die veralteten Stadtbefestigungen und Erdwälle abgerissen worden waren, schufen engagierte Bürger durch den Bau dieses Kanals eine neue wirtschaftliche Verbindung, die sich am niederländischen Vorbild orientierte.
Über Jahrzehnte hinweg diente der Hafen als zentraler Umschlagplatz für Post, Personen und diverse Güter wie Baumaterialien, wobei die Kähne mühsam von Land aus gezogen oder getreidelt wurden. Trotz des anfänglichen Aufschwungs verlor die Anlage durch den Ausbau der Eisenbahn und Landstraßen zunehmend an Relevanz, was schließlich zur Insolvenz der Betreibergesellschaft führte. In den 1930er Jahren wurde das Becken schließlich zugeschüttet, sodass heute lediglich das Pingelhus als architektonisches Zeugnis an diese maritime Ära erinnert.